1909-1945

1909

11.09.  Eine unüberschaubare Menschenmenge versammelte sich am Karlsruher Schloß
  zum Überflug des ersten Luftschiffes.

25.09.  Die Karlsruher Zeitung berichtet von der unmittelbar bevorstehenden
  Gründung einer Ortsgruppe Karlsruhe des Deutschen Luftflottenvereins.
  Es waren bereits 600 Anmeldungen von Bürgern vorhanden.

29.09.  Das Gründungskomitee tagt unter dem Vorsitz des Herrn Oberbürgermeister
  Karl Siegrist im kleinen Plenarsaal. Die konstituierende Sitzung soll Anfang
  November einberufen werden.

1910

April  Paul Senge, der "Wahl-Karlsruher", am 15. April 1890 in Haguenau / Frankreich
  geboren, baut sein erstes Flugzeug. Nach der Ausstellung des ersten
  „Flugapparates“ im Gasthaus „Kühler Krug“ in Karlsruhe, unternimmt er am
  Karlsruher Exerzierplatz (dem ehemaligen Flugplatz an der Erzbergerstraße)
  seine ersten Flugversuche.

29.09.  In Karlsruhe findet die konstituierende Versammlung und Gründung des
  Badischen Luftschiffahrt-Vereins statt. Vorläufig gewählter Vorstand wird
  Major Zwenger, sein Stellvertreter Rechtsanwalt Dr. Kratzer.
  Eintrag des Vereins und der Satzung unter dem Namen:
  "Badischer Luftschiffahrt-Verein Karlsruhe e.V."
  Die Anschaffung eines Freiballons wird beschlossen.

12.11.  Vorsitzende des Badischen Luftschiffahrt-Verein Karlsruhe e.V.:
   Vorsitzender:  Prof. Schütte an der TH Danzig (bis 16.12.1910)
  Stellvertreter:  Prof. Dr. Wilhelm Paulcke, Karlsruhe

Herbst  Mit seinem zweiten Flugapparat setzt Paul Senge die Flugversuche fort.

1911

05.05.  Namensänderung in "Karlsruher Luftfahrtverein e.V."
  Vorsitzender:  Prof. Dr. Wilhelm Paulcke (ab 16.12.1910)
  Stellvertreter:  Graf Vitzthum von Eckstaedt (ab 28.7.1911)

16.05.  Auf einem Auto bringt der Pforzheimer Flieger Lamprecht seine Eigen-
  konstruktion auf den Forchheimer Exerzierplatz (heute der Flugplatz
  Karlsruhe-Forchheim) und führte dort Versuchsflüge durch.

24.05.  Der erste deutsche Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein, der "Prinz-Heinrich-Flug“,
  macht eine Zwischenlandung auf dem Karlsruher Exerzierplatz.
  Die vierte Etappe führt von Straßburg nach Karlsruhe. Am nächsten
  Morgen geht es weiter nach Mannheim. Es sind sieben Zivil- und drei
  Militärflieger beteiligt. 
  
Sommer Paul Senge gelingt es, sich mit seinem Flugapparat vom Boden zu
  erheben und den Exerzierplatz in geringer Höhe zu umfliegen.
  Um mehr Platz zu haben und den kritischen Spöttern zu entgehen,
  verlegt er seine Flugversuche auf den Forchheimer Exerzierplatz.
  Hier baut er mit seinem Pforzheimer Freund Lamprecht eine neue
  und bessere Maschine. Damit erreichte er erstmals eine Flughöhe von
  ungefähr 100 m und flog eine geschlossene Acht.

04.09.  Am Forchheimer Exerzierplatz gelingen Paul Senge mehrere Flüge,
  darunter ein Flug in 30 – 50 m Höhe bei dem er dreimal den Platz
  umkreiste. Einmal hatte er Lamprecht als Passagier dabei.

06.09.  Absturz von Paul Senge bei einem Flugversuch auf dem Forchheimer
  Exerzierplatz. Nach seiner Genesung übersiedelte er nach Mannheim
  als Pilot Dr. Hübner's.

29.09.  Das Luftschiff "Schwaben" landet auf dem Exerzierplatz in Karlsruhe.

1912

10.03.  Ballonwettfahrt des Karlsruher Luftfahrtvereins vom Karlsruher Meßplatz aus.
  Sechs Ballone nehmen daran teil.

12. - 22.05. Der zweite Zuverlässigkeitsflug, ein Wettflug um den "Prinz-Heinrich-Preis der Lüfte",
  führt wieder über Karlsruhe. Schirmherr ist Prinz Heinrich von Preußen.
   Dazu findet am 19.05. ein Flug von Frankfurt nach Karlsruhe, mit einem örtlichen
   Wettbewerb statt. Am 20.05. wird ein Flug von Karlsruhe nach Freiburg durchgeführt.

18. + 19.05. Der Karlsruher Luftfahrtverein veranstaltet Schauflüge und ein Militärkonzert
  auf dem Exerzierplatz in Karlsruhe.

19.05.  Paul Senge macht sein Fliegerexamen in Mannheim auf dem Eindecker von
  Dr. Hübner. Er erhält das Flugzeugführerpatent Nr. 214.

02.08.  Landung des Luftschiffes LZ II in Karlsruhe.

26.11.  Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
  1. Vorsitzender:  Paul Ruh, Fabrikant, Karlsruhe
  2. Vorsitzender:  Graf Vitzthum von Eckstaedt, Baden-Baden

1913 

19.01.  Erster Aufstieg des vereinseigenen Ballons "Karlsruhe".
   Ballonführer ist Direktor Oeffner. Mitfahrer sind Prof. Dr. Paulcke, Prof. Sieveking
   und Student Viefhaus.

14. - 16.05. Anläßlich des 3. "Prinz-Heinrich-Flugs", des 3. Oberrheinischen Zuverlässig-
  keitsflugs, wurde der erste Flugtag in Karlsruhe veranstaltet. Die Landung eines
  Zeppelin-Luftschiffes gehörte dazu.
  Paul Senge beteiligt sich mit einem Flugzeug von Pippart & Noll an den
  Karlsruher Schauflügen. Mit diesem fortschrittlichen Flugzeug machte er Flüge
  von insgesamt 26 Minuten Dauer. Für die Karlsruher, die inzwischen längst für
  den Flugsport gewonnen waren, war es eine große Freude, "ihren" Flieger
  wiederzusehen und zu bestaunen.

20.07.  Taufe des Ballons "Karlsruhe" durch Herrn Oberbürgermeister Karl Siegrist auf
  dem Messplatz. Danach Ballonaufstieg mit fünf Ballonen.
 
08.09.  Paul Senge stürzt infolge eines Holmbruches bei Grevenbroich ab. Es war sein
  erster größerer Überlandflug, der ihn von Wanne nach Viersen führen sollte. Er
  stirbt einen Tag nach seinem Absturz.

13.09.  Der Flugpionier Paul Senge wird in seiner Geburtsstadt Haguenau / Frankreich
  beigesetzt.

19.10.  Start des Ballons „Karlsruhe“ anlässlich des Völkerschlacht-Jubiläums ab
  Saarbrücken. Ballonführer ist Prof. Liefmann, die Fahrzeit 20 Stunden und 20 Minuten,
  Die Flugstrecke 540 km.

Nov.  Der Karlsruher Luftfahrtverein bemüht sich erneut um den Ausbau des Exerzier-
  platzes Karlsruhe zu einem Flughafen.

04.12.  Der Stadtrat der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe erhält einen Antrag des
  Karlsruher Luftfahrtvereins zur Erstellung eines Flugzeugschuppens auf dem
  Exerzierplatz.

1914

18.01.  Ballonaufstieg im Stadtgarten Karlsruhe.

16.06.  Fabrikant Paul Ruh ist verstorben. An dessen Stelle tritt als
  1. Vorsitzender:  Prof. Dr. Hermann Sieveking, Karlsruhe

05. – 06.07. 23-ste und letzte Fahrt des Ballon „Karlsruhe“ ab München. Bei dieser Ballonwettfahrt
   nehmen 10 Ballone teil. Es wurden in 23 Stunden nur 280 km zurückgelegt.
   Ballonführer war Viefhaus.

1918

20.03.  Neuwahlen der Vorsitzenden des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
   1. Vorsitzender:  Prof. Theodor Rehbock, Oberbaurat
  2. Vorsitzender:  Dr. Max Dienstbach, Privatgelehrter

  Der Ballon "Karlsruhe", bis dahin einziges Fluggerät des Vereins, muß
  als Reparation abgegeben werden.

1919

  Neues Vereinsleben unter der Leitung von Oberbaurat Prof. Theodor Rehbock.
   Nachfolger wird Robert J. Rees, Fabrikant aus Karlsruhe.

  Allmonatliche Vortragsabende mit Prof. Theodor Rehbock.

Sept.  Der Karlsruher Verkehrsverein und der Karlsruher Luftfahrtverein e.V. verfolgen
  gemeinsam das Ziel, in Karlsruhe einen Flughafen aufzubauen. Der Exerzier-
  platz und die Rüppurrer Rennwiesen sind im Gespräch. Man möchte Karlsruhe
  an das im Aufbau befindliche Luftverkehrsnetz anbinden.

1920

08.12.  Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
   1. Vorsitzender:  Robert J. Rees, Fabrikant, Karlsruhe
  2. Vorsitzender:  Prof. Dr. Albert Peppler, Karlsruhe

1921

  Der Karlsruher Stammtisch der "Alten Adler" läßt sich als "Fliegerbund e.V."
  eintragen. "Alter Adler" ist, wer vor dem 1. August 1914 die Pilotenprüfung
  abgelegt hat oder an der Entwicklung des Fliegens als Beobachter, Konstruk-
  teur, Fabrikant oder sonstiger Helfer maßgeblichen Anteil an der Fliegerei hatte.
  Alle anderen Personen mit gleichen verdienstvollen Leistungen für die Fliegerei
  konnten "Alte Adler ehrenhalber" werden.

1922

04.12.  Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
  1. Vorsitzender:  Dr. Ing. Roland Eisenlohr, Karlsruhe
  2. Vorsitzender:  Dr. Ing. h.c. Hermann Guhl, Fabrikant

1925

Feb.  Luftfahrtausstellung im Städtischen Verkehrsmuseum in Karlsruhe.

10.03.  Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
   1. Vorsitzender:  Prof. Dr. Albert Peppler, Karlsruhe
  2. Vorsitzender:  C. Friedrich Wagner, Bankbeamter

23.08.  Aus Anlaß der Luftfahrtausstellung findet auf dem Durlacher Exerzierplatz
   ein Flugtag statt. Vorgeführt werdenGeschwaderflug, Zielabwurf, Fallschirm-
   springen, Kunstflug, Luftringen und Ballonrammen.

  Eröffnung der Segelfliegerwerkstatt in der Fuhrhalterei Ochs.

  Erstellung der ersten Flugzeughalle auf dem Flugplatz

1926

  Der Baden-Württembergische Segelflugwettbewerb findet in Karlsruhe statt.

19.09.  Flugtag auf dem Flugplatz Karlsruhe. Schaufliegen von Ernst Udet auf
   „Flamingo“.

1927

  Die Segelflieger besitzen ihr erstes Flugzeug, ein "Zögling". Während einer
  Ausstellung in der Landesgewerbehalle wird das Flugzeug der Bevölkerung
  vorgestellt.

Feb. – Nov. Vortragsreihe mit Bilder- und Filmvorträgen zur Fliegerei.

18.04.  Im Sommerflugplan der Badisch-Pfälzischen Luft-Hansa AG wird Karlsruhe
  angeflogen. Berlin, Breslau, Budapest, Erfurt, Gleiwitz, Halle, Leipzig, München,
  Prag, Stuttgart, Wien und Zürich sind Städte, die u.a. auch angeflogen werden.

10.06. Jugend-Modellwettbewerb am Flugplatz.

12.07.  Flugveranstaltung mit Fallschirmabsprüngen und Höhenschätzen.

1928

20.01.  Generalversammlung im „Krokodil“.
   Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
   Vorsitzender:  Dr. Ing. Roland Eisenlohr, Regierungsbaumeister
  Stellvertreter:  Karl Kaufmann, Oberbaurat, Karlsruhe
   Schriftführer:  Ing.Kurt Maier, Rüppurr

08.07.  Ballon-Wettfliegen des Karlsruher Luftfahrtvereins e.V. anlässlich des
   90. Geburtstages des Grafen Ferdinand von Zeppelin.

21.07. Zeppelin-Gedenkfeier mit Kinderballon-Wettbewerb.

02.09.  Ballonaufstieg mit Verfolgungsjagd zum Abschluss der Baden-Badener
   Herbstsporttage.

1929

  Der Karlsruher Segelflieger Rudolf Neininger wird mit dem Segelflug-Dauerrekord
  von 8 Stunden und 26 Minuten Sieger beim Rhönwettbewerb.

1930

  Beim Europarundflug erringt Ing. Rudolf Neininger den ersten Preis im
   Anflugwettbewerb nach England. Er ist auch Inhaber des Geschwindigkeits-
   Weltrekordes für Leichtflugzeuge.

15.05.  Vorsitzende des Karlsruher Luftfahrtverein e.V.:
   Vorsitzender:  Willy Spitzfaden, Prokurist, Karlsruhe
  Stellvertreter:   Dr. Ing. Roland Eisenlohr, Karlsruhe
   Der Zusammenschluß der beiden Vereine „Karlsruher Luftfahrtverein e.V.“ und
   „Fliegerbund Karlsruhe e.V.“ wird angestrebt.

25. – 31.05. Modellbau- und Segelflug-Ausstellung im ehem. KDW am Mühlburger Tor.

01.06.  Großflugtag auf dem Flugplatz Karlsruhe. Kunstflugvorführungen durch
   Ernst Udet. Weitere Teilnehmer u.a. Akaflieg Karlsruhe.

05.11.  Das zwölfmotorige Flugboot Dornier DO X landet auf dem Rhein bei Karlsruhe.
   Von Norden über die Rheinbrücke Maxau fliegt es an und landet beim
   Rheinstrandbad Rappenwört. Dort wird es auch an einer Landungsbrücke
   festgemacht. Prof. Dr. Claude Dornier wurde zum Empfang nach Karlsruhe
   abgeholt. Die Bevölkerung durfte das Flugboot besichtigen.

09.11.  20-jähriges Vereinsjubiläum mit einem Festprogramm auf dem Karlsruher
  Flughafen an der Erzbergerstraße. Das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" landet
  anläßlich des Jubiläums um 12:30 Uhr. Führer des Luftschiffes sind Kapitän
   Lehmann und Flemming. Hunderttausende Karlsruher jubeln ihm zu.

1931

  Erster Süddeutscher Ballonwettbewerb auf dem Messplatz Karlsruhe.

21.01.  Neufassung der Satzung, Erweiterung des Vorstandes, Zusammenschluß
  mit dem "Fliegerbund Karlsruhe" und Namensänderung in "Badisch-
  Pfälzischer Luftfahrtverein Karlsruhe e.V."
  1. Vorsitzender des Fliegerbundes Karlsruhe e.V. war Walter Jason.

  Vorsitzender:  Robert J. Rees, Fabrikant, Karlsruhe
  Stellvertreter:  Walter Jason, Fabrikant, Karlsruhe und
     Willy Spitzfaden, Prokurist, Karlsruhe
  Schriftführer:  Josef Rädle, Hauptlehrer, Karlsruhe

29.03.  Eröffnung der Vereinsmotorflugschule durch den 1.Vorsitzenden Robert J. Rees.
   Dabei Taufe des Motorflugzeuges Stieglitz FW44 "Brigant" durch Herrn
   Oberbürgermeister Dr. Finter und den Leiter der Motorflugabteilung Herr Jason.
  Zum ersten Fluglehrer wird Rudolf Neininger ernannt. Er führte auch den ersten
   Flug auf dem „Brigant“ durch. Windenschlepp der Akaflieg Karlsruhe mit dem
   Segelflugzeug „Karlsruhe“. Motorkunstflug durch Herrn Bihlmaier, Mannheim.

29.03.  Aufstieg des Ballons „Mannheim“ vom Messplatz Karlsruhe.
   Landung in Wasselone/Unterelsaß. Festnahme der Ballonbesatzung und
   Beschlagnahme der Papiere.

09.05.  Zusammenstoß des Motorflugzeuges „Brigant“ D-1575 mit dem Motorflugzeug
   „Klemm“ der Akaflieg Karlsruhe. Die Besatzung des „Brigant“ Ritscherle-Grittmann
   wird schwer verletzt, Professor Steidinger in der „Klemm“ findet den Tod.

15.06.  Vortrag von Elly Beinhorn im Konzerthaussaal.

13.09.  Flugtag auf dem Karlsruher Flughafen, veranstaltet vom Badisch-Pfälzischen
  Luftfahrtverein e.V.

1932

  Segelflug auf dem Lamprechts- und Rittnerthof mit Fluglehrer Neininger.

04.02.  Die Vorsitzenden des Badisch-Pfälzischen Luftfahrtverein Karlsruhe e.V.:
   Vorsitzender:  Robert J. Rees, Fabrikant, Karlsruhe
  Stellvertreter:  Walter Jason, Fabrikant, Karlsruhe und
     Willy Spitzfaden, Prokurist, Karlsruhe
  Schriftführer:  Josef Rädle, Hauptlehrer, Karlsruhe

25.05. + 10.08. Namensänderung in "Oberrheinischer Verein für Luftfahrt Karlsruhe e.V.“

25.06. – 03.07. Werbewoche des Deutschen Luftsportvebandes mit Wanderausstellung in
   der Städtischen Ausstellungshalle.

1933

29.03.  Auf Grund des Beschlusses der Mitgliederversammlung wurde die Satzung
  geändert und neu gefaßt. Hiernach war insbesondere der Name geändert in
  "Fliegerortsgruppe Karlsruhe e.V. des Deutschen Luftsportverbandes".
  Weiter bestimmte die neugefaßte Satzung:

  "Der Ortsgruppenführer ist Vorstand im Sinne des § 26 BGB. Bei seiner
  Verhinderung wird er von den beiden stellvertretenden Ortsgruppen-
  führern gemeinschaftlich vertreten."
   Gleichzeitig Zusammenschluß mit der Akaflieg Karlsruhe.

  Ortsgruppenführer: Ministerialrat Prof. Herbert Kraft
  Stellvertreter:  Werner Knittel, Fabrikdirektor und
     Hermann Menke, Kaufmann, Durlach

Aug.  Flugzeugschleppflüge über Karlsruhe mit den Motorflugzeugen Siemens (80 PS)
   und Klemm (100 PS). Segelflugzeug „Baden“ Typ: Kassel 25 von Fieseler
   Flugzeugbau. Schlepppilot Fluglehrer Ing. Rudolf Neininger, Segelflugzeugführer
   Dipl. Ing. Albert Hofmann.
 
10.09.  Großflugtag am Flugplatz Karlsruhe. Teilnehmer sind u.a. Wolf Hirth,
   Willi Stöhr, Lisl Schwab und Rudolf Neininger.

1934

  Segelfluglehrgang auf der Hornisgrinde.

02.08.  Der Karlsruher Segelfluglehrer Max Albert fliegt mit dem Segelflugzeug in 2 1/2
  Stunden zum Flugplatz Darmstadt. Auf der 95 km langen Strecke erreichte er
  eine Höhe von 2500 m über Mannheim. Der Start erfolgte auf dem Exerzierplatz
  Karlsruhe im Autoschlepp auf 100 m Höhe.

30.08.  Ein Feuer zerstört die Flugzeughalle des Deutschen Luftsportverbandes Ortsgruppe
  Karlsruhe. Sechs Motorsportflugzeuge, zwei Segelflugzeuge und ein Hochleistungs-
   segelflugzeug „Rhönbussard“ verbrennen. Die Holzhalle war 1925 erbaut worden.

28.10.  Großflugtag mit Ernst Udet und Lisl Schwab (Fallschirmspringerin) am Flugplatz
   Karlsruhe.

1935

18.02. Zugspitzflug

28.02. Fliegerball im Künstlerhaus Karlsruhe.

28.05. – 02.06. Deutschlandflug von und nach Karlsruhe.
   28.05. Abflug von Karlruhe.
   31.05. Wendemarke in Karlsruhe.
   04.06. Rückkehr unserer Mannschaft nach Karlsruhe.
   Staffelführer der Altersstaffel war Werner Knittel, der Juniorenstaffel Morawitz.

30.07. Flugtag auf dem Flugplatz Karlsruhe.

18.08.  Luftfahrt-Wanderausstellung des Deutschen Luftfahrtverbandes in der
   Städiteschen Ausstellungshalle.

20.08. Max Albert stürtz mit dem Segelflugzeug tödlich ab.

26.10.  Feier mit Ehrung von langjährigen Mitgliedern anlässlich des 25. Jahrestages
   der Vereinsgründung im Künstlerhaus.

1936

28.07. – 30.07. Olympia-Sternflug anlässlich der Olympischen Spiele nach Rangsdorff bei Berlin.
   Start am 28.07. vom Wertungsplatz Karlsruhe. Landung von 24 Flugzeugen am
   30.07. in Karlsruhe.

1937

18.03. Vortrag von Prof. Dr. Bühl in der TH Karlsruhe „Einführung in die Fluglehre“.

Juni  Deutschlandflug mit 6 Mannschaften aus Karlsruhe.

Juli  Deutscher Künstenflug, unser Teilnehmer Fluglehrer Helmer und OL Kleiner
   belegen den 4. Platz und erhalten die Goldmedaille.

01.08.  Segelflugveranstaltung in Moosbronn.
 
Aug.  Ballonaufstieg auf dem Messplatz Karlsruhe.

04.11.  Der letzte Eintrag im alten Vereinsregister des Amtsgerichtes Karlsruhe
  lautet:
  "Nach Ziffer 1 des Erlasses des Führers und Reichskanzlers über das
  Nationalsozialistische Fliegerkorps vom 17.4.1937 (RGBl.IS.529) sind
  der Deutsche Luftsport Verband e.V. und seine sämtlichen Gliederungen
  aufgelöst. Auf Antrag des Korpsführers des Nationalsozialistischen
  Fliegerkorps vom 1. November 1937 wurde die Eintragung gelöscht".
  Damit war der Verein zwangsweise aufgelöst.

1938

06.03.  Start des Ballon „Baden-Pfalz“ vom Schmiederplatz in Karlsruhe.

1942

26. - 28.06. Segelflugwettbewerb in Karlsruhe von Jungfliegern aus Südwestdeutschland.
  Es siegt Gerhard Claß aus Lahr.

1945

Der Karlsruher Verkehrsflughafen an der Erzbergerstraße wird durch die
  Alliierten beschlagnahmt.



  Zuletzt geändert am Sunday, den 12.12.2004 von

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